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Hallo, wir sind Coloured Rain, eine Aktivist*innengruppe aus Trier/Landau die sich für eine antirassistische & humanitäre Geflüchtetenpolitik einsetzt! Anfang des Jahres haben wir mit einem Hungerstreik die Evakuierung Morias gefordert, haben einen 130km langen Protestmarsch in die Landeshauptstadt Mainz gemacht, und sind einen Monat mit dem Rad nach Berlin gefahren, um dort mit einem Aktionswochenende am 17.-19.7. die Aufnahme aller Geflüchteten zu fordern.

@coloured_rain Wie kommt ihr auf den Namen "Coloured Rain".
Und wie heißt euer Name in unserer Landessprache?

@nurinoas @coloured_rain

Falls es dir um die bedeutung geht: "bunter Regen". Falls du auf etwas anderes hinaus willst: warum ist das wichtig?

@fruechtchen @coloured_rain Ich kann Englisch.
Können die Leute der Aktivist*innengruppe auch deutsch?
In meinen Mitteilungen hier tauchte neulich ein Hinweise auf: "SUPPORT YOUR LINKES ZENTRUM"
social.tchncs.de/@benni/104604

Geht's noch?

Wenn ich auf Denglisch kommuiziere fehlt m.M. die Grundlage zur Verständigung mit vielen Mitmenschen.
Und wir verlernen dabei die Worter der unserer Sprache.

Daher habe ich mich gefragt, wie so ein Name zu Stande kommt.

@nurinoas

Also ich stimm dir zu, dass Anglizismen und Fachausdruecke menschen ausschliessen. Beispielsweise wuerde mein Vater das nicht verstehen koennen, weil er kein Englisch kann.

> Und wir verlernen dabei die Worter der unserer Sprache.

Da kann ich nicht zustimmen. Ich verlerne nicht die eine Sprache, nur weil ich ab und zu Wörter der Anderen nutze.

Speziell das "Geht's noch?" finde ich sehr übertrieben. Der Post von @coloured_rain ist völlig okay und der Name ist auch super.

Also für mich ist es ein großer Unterschied, ob man sagt "hey, ich fühle mich von eurer Sprache ausgeschlossen" oder ob man das zum Vorwurf macht.

Das erste finge ich völlig okay und berechtigt - auch wenn Inklusion Linken tendenziell recht wichtig ist (Bspw durch Gendersternchen, die verwendung von Gebärdensprache oder Rollstuhlgerechte Zugänge) heisst das nicht, dass Linke sich nicht in Selbstkritik üben müssen.

Deine Sprache allerdings finde ich ein bisschen unfreundlich.

@fruechtchen @nurinoas Hallo, ja, wir können auch Deutsch. Wenn dich unser Name stört, dann tut mir das sehr Leid. Abseits von unserem Namen verfassen wir Texte grundsätzlich auf Englisch und auf Deutsch und achten auf einfach verständliche Sprache.

@fruechtchen @nurinoas Hier dürfen übrigens alle Menschen die Sprache(n) sprechen die sie wollen - auch abseits von Deutsch und Englisch. Und wenn wer dann was nicht versteht, sowas passiert mal, da kann mensch aber im Zweifelsfall leo.org besuchen oder freundlich fragen.

@coloured_rain
Da meine L1 ("Muttersprache") ein Dialekt des Hochdeutschen ist, der sich in meiner Ausdrucksweise wieder findet, ist es für mich bald einfacher, in social media Englisch (L3) zu benutzen.
Mit manchen Leuten nutze ich auch Platt (Niedersächsisch), was bei mir L7 ist. Aber da wird es dann endgültig schwierig mit der mutual intelligibility...
@fruechtchen @nurinoas

@fruechtchen
>Also ich stimm dir zu, dass >Anglizismen und >Fachausdruecke menschen >ausschliessen.
Ausschliessen oder eben nur verstecken, dass einem nix anderers eingefallen ist.

Mal ein Beispiel:
Das Motto
#aufstandmitabstand dieser Tage ist eine richtig gute Ansage & das kommt genau die Botschaft mit viel Fantasie rüber.

Geht's noch = Hä? bezog sich auf den Beispielsatz "Support your local..."

@coloured_rain Viel Erfolg & Freude bei den Aktivitäten!

@nurinoas @coloured_rain

> Geht's noch = Hä? bezog sich auf den Beispielsatz "Support your local..."

Ja, das hab ich gelesen. Aber auch das finde ich noch in Ordnung. junge studenten - und das ist die primaere zielgruppe dieses posts - koennen halt bisschen englisch. Und "Support your local zentrum" ist halt schon bisschen cooler als die deutsche variante.

> #aufstandmitabstand

Joa, das finde ich auch ziemlich cool und gelungen. D.h. da stimme ich dir zu. Aber deutsche Sprache ist manchmal doch etwas unsexy.

D.h. die kritik wäre dann meines erachtens, dass man davon studenten ausschliesst, die sich mit englisch schwer tun und deren englisch-abi schon schlecht war. Und man schließt die Arbeiterklasse aus.
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