mastodon.online is one of the many independent Mastodon servers you can use to participate in the fediverse.
A newer server operated by the Mastodon gGmbH non-profit

Server stats:

11K
active users

#Spielerinnen

0 posts0 participants0 posts today

In Erinnerung an Doris Fitschen – Bilderstrecke

Die ehemalige Nationalspielerin Doris Fitschen verstarb am 15. März 2025. Wir zeigen einige Fotos aus ihrer Karriere.

Doris Fitschen spielte 144-mal für Deutschland und sammelte auch auf Vereinsebene viele Titel: Sie war vierfache Europameisterin, gewann Olympisches Bronze und gewann jeweils dreimal den DFB-Pokal und die Bundesliga. Die Fotos hier sind kein vollständiges Abbild, es gibt […]

#BeckerPfeifferDerFußballpodcast #Bilderstrecke #DFB #DieLiga #DorisFitschen #FunktionärInnen #FußballDerFrauen #SpielerInnen

bolztribuene.de/2025/03/18/in-

Türchen 23: Janina Minge – Gesehen, und trotzdem unter dem Radar

Mit Türchen Nummer 23 unseres Bolztribüne-Adventskalenders schauen wir auf Janina Minge, die in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung gemacht hat.

Janina Minge spielt bei einem der besten Vereine Deutschlands und Europas, ist Teil des Teams, das Bronze bei den Olympischen Spielen 2024 holte und wird gemeinhin als gute Spielerin angesehen. Und trotzdem scheint sie etwas im Schatten zu […]

#Adventskalender2024 #BundesligaFrauen #FußballDerFrauen #JaninaMinge #SpielerInnen #VfLWolfsburg

bolztribuene.de/2024/12/23/tue

Türchen 22: Michelle Ulbrich per Leihe zu Bayern München

Für Türchen Nummer 22 improvisieren wir ein bisschen und schauen ganz aktuell auf den Wechsel von Michelle Ulbrich zu Bayern München. Aus wessen Perspektive ist der Wechsel sinnvoll?

Eigentlich war für den Tag heute ein anderer Text eingeplant, weil der aber sowieso noch nicht geschrieben war und es viele, viele, viele Social Media Kommentare zu diesem Wechsel von Menschen gibt, die […]

#BundesligaFrauen #DieLiga #FCBayernMünchen #FCB #MichelleUlbrich #SpielerInnen #SVWerderBremen #SVW #Transfer

bolztribuene.de/2024/12/22/tue

Türchen 21: Analyse der Spielerinnen-Belastung durch die FIFPRO

Die FIFPRO hat zum vierten Mal ihren Analysebericht der Belastung von Fußballerinnen veröffentlicht, der dicht gepackt ist mit Informationen und Statistiken. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse? Und was bedeutet der Bericht aus Perspektive der Bundesliga? Betrachtet wurde die Saison 2023/24 inklusive des Olympischen Fußballturniers.

Stark belastete Spielerinnen unter Dauerdruck

Es ist […]

#Analyse #Belastung #BundesligaFrauen #FIFPRO #FußballDerFrauen #PlayerWorkloadMonitoring #SpielerInnen

bolztribuene.de/2024/12/21/tue

Türchen 19: Die Queen des „Parc des Princes“

Mit der Nationalelf gewinnt sie im Sommer die Bronzemedaille, bei der SGE hat sie im März ihren Vertrag verlängert und im Modemanagement-Studium verwirklicht sie Träume neben dem Platz: Für Nicole Anyomi läuft es gerade sehr gut. Warum wir hinter Türchen 19 dennoch über Rassismus im Fußball reden müssen.

Ein Fußballmoment des Jahres, der sich mir extrem eingebrannt hat, ist die […]

#BundesligaFrauen #Deutschland #DFB #DieLiga #EintrachtFrankfurt #FußballDerFrauen #NicoleAnyomi #Olympia2024 #Rassismus #SGE #SpielerInnen

bolztribuene.de/2024/12/19/tue

Türchen 16: Giulia Gwinn – konstant variabel

Hinter Türchen Nummer 16 steckt mit Giulia Gwinn eine Spielerin, die trotz mehrfacher schwerer Verletzungen sportlich so konstant auf hohem Niveau spielt, wie kaum eine Zweite.

Von den Fans des Nationalteams der Frauen wurde Giulia Gwinn zu Nationalspielerin des Jahres 2024 gewählt, bereits zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach 2019. Ganze 59 Prozent der Stimmen fielen auf sie ab. Es ist […]

#Deutschland #DFB #DieLiga #FCBayernMünchen #FCB #SpielerInnen

bolztribuene.de/2024/12/16/tue

Türchen 14: Spielerinnen gegen Aramco und FIFA

Über 130 Spielerinnen richteten sich via eines offenen Briefs angesichts des Sponsorings des saudi-arabischen Erdölkonzerns Aramco im vergangenen Oktober an Gianni Infantino. Nach kurzem Aufflammen geriet diese Nachricht schnell wieder in Vergessenheit – warum eigentlich? Und wer sind die Spielerinnen, die ihn unterschrieben haben?

Ende April 2024 verkündete die FIFA eine Partnerschaft […]

#Aramco #DavidWheeler #DinaOrschmann #FIFA #GianniInfantino #JudithSteinert #offenerBrief #PaulinaKrumbiegel #Protest #SaudiArabien #SaudiAramNo #SofieJungePedersen #SpielerInnen #TabeaKemme #VivianneMiedema

bolztribuene.de/2024/12/14/adv

Türchen 10: Felicitas Rauch – Nachhaltig in den USA

Hinter Türchen Nummer 10 unseres Adventskalenders geht um Ex-Wolfsburgerin Felicitas Rauch. Die deutsche Nationalspielerin wagte in diesem Jahr den Sprung in die NWSL.

Anfang des Jahres war es klar: Felicitas Rauch verlässt den VfL Wolfsburg nach viereinhalb Jahren und wechselt in die NWSL zu North Carolina Courage. Fast ein ganzes Jahr später hat sich die Linksverteidigerin fest […]

#DFB #FelicitasRauch #FußballDerFrauen #NorthCarolinaCourage #NWSL #SpielerInnen #USA

bolztribuene.de/2024/12/10/adv

Türchen 7: Temwa Chaŵinga – internationale Anerkennung

Türchen – oder sollten wir besser Tor sagen? – Nummer sieben gilt Temwa Chaŵinga, die in den USA gleich mehrere Rekorde gebrochen hat.

Die 26-jährige Stürmerin aus Malawi war bisher international etwas weniger bekannt als ihre ältere Schwester Tabitha Chaŵinga, die aktuell für Olympique Lyon spielt. Beide gingen in ihrer Karriere einen ähnlichen Weg und spielten zum Teil für […]

#Malawi #NWSL #OlympiqueLyon #SpielerInnen #TabithaChaŵinga #TemwaChaŵinga

bolztribuene.de/2024/12/07/adv

Türchen 6: Jacqueline Meißner – Teamleaderin

Hinter Türchen Nummer sechs geht es um Jacqueline Meißner, die im April ihr 250. Bundesligaspiel absolvierte. Die Kapitänin der SGS Essen ist das verbindende Element ihres Teams.

Nach der umjubelten Saison 2023/24 läuft es für die SGS in dieser Spielzeit nicht so rund, beides hat viele verschiedene Gründe, auf die ich hier jetzt gar nicht alle eingehen möchte. Einer davon ist aber […]

#BundesligaFrauen #FußballDerFrauen #JacquelineMeißner #SGSEssen #SpielerInnen

bolztribuene.de/2024/12/06/tue

Türchen 5: Marta und Barbra Banda – Sturmduo

Hinter Türchen Nummer fünf haben sich zwei gesucht und gefunden. Marta und Barbra Banda haben zusammen mit Orlando Pride die NWSL gewonnen, das Sturmduo gibt auch neben dem Platz gegen alle Widrigkeiten ein gutes Team ab.

„Man muss hart trainieren, um Barbra hinterherrennen zu können!“, scherzte Marta Anfang Oktober, kurz bevor Orlando das NWSL Shield gewann. Die 38-jährige Marta […]

#Adventskalender #BarbraBanda #Brasilien #BruceMwape #FußballDerFrauen #Marta #NWSL #OrlandoPride #Sambia #SpielerInnen

bolztribuene.de/2024/12/05/tue

Türchen 3: Livia Peng – Zwischen Risiko und Gegentor

Hinter dem dritten Adventskalender-Türchen verbirgt sich Torfrau Livia Peng von Werder Bremen. Jedes Mal, wenn sie einen Pass spielt, setzt mein Herz einmal aus. Keineswegs aus Angst vor einem Fehlpass – vielmehr in gespannter Erwartung, was sie denn nun auspacken wird.

Seit anderthalb Jahren ist Peng Torhüterin bei Werder Bremen, der Konkurrenzkampf um die Nummer Eins dauerte nur kurz. […]

#BundesligaFrauen #FußballDerFrauen #LiviaPeng #SpielerInnen #WerderBremen

bolztribuene.de/2024/12/03/adv

Türchen 2: Svenja Huth – Queere Elternschaft

Hinter dem zweiten Adventskalender-Türchen geht es um Svenja Huth, sie hatte ein bewegtes Jahr und sprach sehr bewusst öffentlich über den Adoptionsprozess ihres eigenen Kindes.

Ich habe an dieser Stelle schon einmal über das Thema geschrieben. Svenja Huth wurde im September 2023 Mutter, sie und ihre Frau Laura Huth sind durch die Anwendung der ROPA-Methode beide die leiblichen Eltern […]

Türchen 1: Naomi Girma – Kopf, Herz, Raum

Das erste Bolztribüne-Adventskalender-Türchen gilt Naomi Girma. Die besten Defensiv-Spieler*innen der Welt sind diejenigen, die man während einer Partie zwischendurch fast schon vergisst, weil sie Situationen auflösen, bevor sie überhaupt so richtig gefährlich werden. Naomi Girma ist genauso eine Spielerin.

Ich liebe spektakuläre Tacklings genauso sehr wie Tore und habe zum Beispiel […]

Bolztribüne-Adventskalender 2024

Rettende Flugparaden, wichtige Bündnisse, dramatische Medaillen-Gewinne, Protest-Banner oder saubere Recherchen: Das vergangene Jahr war auch im Fußball alles andere als luftig-leicht, hat uns aber auf verschiedenen Ebenen positiv bewegt, sei es durch ein Tor in letzter Sekunde oder sozial-politisches Engagement in schwierigen Zeiten – Freude und Hoffnung können viele Gesichter […]

#2024 #Adventskalender #BundesligaFrauen #FußballDerFrauen #SpielerInnen #TrainerInnen

„Wir wollten nicht nachgeben. Was wäre die Konsequenz gewesen?“ Rebecca Knaak im Interview

Tore, Verletzungen, Titel, Drohungen: Rebecca Knaaks drei Jahre in beim FC Rosengård in Schweden als wechselhaft zu bezeichnen wäre eine Untertreibung. Im Interview erzählt Knaak, wie sie diese Zeit erlebt hat.

Rebecca Knaak gewann mit dem FC Rosengård die Damallsvenskan 2024 und war mit 12 Toren entscheidend beteiligt eine unruhige Saison zu vergolden. Die Innenverteidigerin erzielte […]

Ali Krieger – die US-Amerikanerin in Deutschland

von Legende Verloren

Unser erstes Portrait in der Reihe Legenden des Fußballs handelt von Ali Krieger. Wir stellen euch in dieser Reihe einmal im Monat eine ehemalige Spielerin vor, die den Fußball der Frauen geprägt hat.

Alexandra „Ali“ Krieger (*1984) gehört zu einer Generation von US-Spielerinnen, die dem Fußball der Frauen den Weg bereitet haben, hin zu einem Maß an Ansehen, das sich vor 15 Jahren […]

#1FFCFrankfurt #AliKrieger #Legenden #NJNYGothamFC #NWSL #SpielerInnen #USWNT

https://bolztribuene.de/2024/11/06/ali-krieger-ffc-frankfurt-usa/

Festival-Fazit: DOK Leipzig 2024

Am Sonntag ging die 67. Ausgabe des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, mit einem Besucher:innen-Rekord zu Ende. Besonders in Zeiten, in denen sich das Kino noch nicht von Corona erholt hat, hat mich das sehr gefreut. Mein letztes „richtiges“ DOK war tatsächlich 2020 – mitten in der Pandemie und deshalb auch nur online. Deshalb hat es mich dieses Jahr sehr gejuckt. Also habe ich mich für drüben sechs Tage lang ins Kino gesetzt und mich vorrangig durch deutsche und internationale Wettbewerbsfilme geschaut. 13 Sichtungen sind es letztlich geworden.

Bevor ich zu den Filmen komme: Danke an das großartige DOK-Team und vor allem den zahlreichen Volunteers, die das DOK Leipzig 2024 (für mich) zu einem sehr smoothen und angenehmen Festival gemacht haben.

Was hingegen weiterhin eine international verbreitete Festivalkrankheit zu bleiben scheint, ist der Programmkalender aus dem vergangenen Jahrtausend. Ich möchte doch einfach nur meine Wunschfilme markieren, dann einen Plan mit sich nicht überschneidenden Screenings bekommen und das dann bitte als iCal downloaden können.

Was gab’s stattdessen? Eine Seite, bei der man im Darkmode nicht alle Kontrollelemente richtig sieht und deshalb erstmal laaange verzweifelt sucht, bis man das checkt und bereits gebuchte Tickets wieder löschen kann. Ich weiß, als Presseheini, der keinen Cent für die Tickets zahlt, ist das ziemliches Mimimimi. Aber wer umdisponieren musste, kam schnell in die Bre­douil­le, weil auf die Akkreditierung nur fünf Tickets gleichzeitig gebucht werden konnten.

Anyways, kommen wir zu den Filmen. Ich habe viele Stimmen gehört und gelesen, die den beiden Dokumentarfilm-Wettbewerben in diesem Jahr nur ein mittelmäßiges Zeugnis ausstellen konnten. Mit meinem kleinen gesehenen Querschnitt würde ich mich dem anschließen. Natürlich gab es trotzdem auch wirklich überragende Filme.

Moria Six (2024)

von Jennifer Mallmann

https://www.youtube.com/watch?v=whuCTNkQVzo

Ein erschütternder wie niederschmetternder Film, der zeigt, wie im Auftrag der griechischen Regierung und Europäischen Union systematisch geltendes Recht gebrochen wird. Fick dich, Festung Europa! Eines der hier gezeigten Nachfolgelager von Moria wird von der Verwaltung stolz als „sicherer“ bezeichnet. Sicher ist hier vor allem eins: dass sichergestellt wird, den geflüchteten Menschen den letzten Rest ihrer Würde zu nehmen. Das Lager ist ein Orwellscher Fiebertraum und ein Ort, an dem die wenigen verbliebenen Grundrechte dieser Menschen beerdigt werden.

Formal weckt MORIA SIX tatsächlich Erinnerungen an THE ZONE OF INTEREST. Es sind die starren, kühlen und mit einem erdrückenden Dröhnen unterlegten Bilder, die hier eine quälend unangenehme und gleichzeitig fesselnde Atmosphäre erzeugen. Die Kamera fängt in einer ästhetischen Unvermeidbarkeit Bilder ein, die unweigerlich an die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte erinnern. Ob dieses Stilmittel gerechtfertigt ist, ist streitbar. Aber es zwingt, sich intensiv mit diesem humanitären Armutszeugnis auseinanderzusetzen und eine Haltung zu entwickeln, die über ein „Jaja, schon schlimm da. Anyways, was läuft auf Netflix?“ hinausgeht.

Im Prinzip Familie (2024)

von Daniel Abma

https://www.youtube.com/watch?v=HtRsYHRn3iM

Direkt habe ich an HERR BACHMANN UND SEINE KLASSE denken müssen. Denn wahrscheinlich vermögen es nur solche Langzeitbeobachtungen, derartige Themenkomplexe auch auf einer rein emotionalen Ebene zumindest teilweise erfahrbar zu machen. Denn rein rational betrachtet ist dieser Stoff natürlich schnell durchdrungen. Aber wenn ein Film sich die Zeit nimmt, einfach mal dabei zu sein und nicht mit Fragen das Spielfeld abzustecken, dann entsteht nicht nur Verstehen, sondern letztlich auch Verständnis. Und das baut auch Vorurteile ab.

Tarantism Revisited (2024)

von Anja Dreschke und Michaela Schäuble

https://www.youtube.com/watch?v=sZuG9SOHXi4

Für den westlichen Blick ist dieser Film eine absolute Überraschung und auch Irritation. Denn man ist zwar vor allem von der katholischen Kirche allerlei Hokuspokus gewohnt, aber durch einen Spinnenbiss fortan von der Tarantel besessene Frauen, die sich nur einmal im Jahr während eines ekstatischen Rituals wortwörtlich freitanzen können, das ist noch mal ein anderer Schnack.

Und so beginnt es: Als Dokument eines absurden Rituals vermeintlich religiös Indoktrinierter, stets mit der Kritik an Fundamentalismus, antiaufklärerischer Unterdrückung und institutionalisierter Religion im Subtext.

Aber dann schält sich der Film noch einmal und eröffnet eine unerwartete Perspektive auf die von der Tarantel besessenen Frauen. Denn es wird immer klarerer, dass sie sich dieses Unterdrückungsinstrument der Kirche ermächtigt haben und es nun dafür einsetzen, patriarchalen Strukturen zu entkommen.

Der Filme hält sienem Publikum klug den Spiegel vor. Denn einen leicht abschätziger Blick auf diese an solchen Quatsch glaubenden Menschen – ob nun gespielt oder nicht –, werden wohl viele mindestens einmal werfen.

Spielerinnen (2024)

von Aysun Bademsoy

https://www.youtube.com/watch?v=eYLSBVMc_3A

Eine sehr herzlich-warme Geschichte über Solidarität und die enorme Wichtigkeit gemeinsamer Ankerpunkte, die über den einen Moment in der Zeit hinaus Stabilität, Gemeinschaft, Halt und Kraft geben.

Wovon ich außerdem überzeugt bin: Dieser Film muss mit einem möglichst großen Publikum gesehen werden. Denn selbst bei meinem Screening, im vergleichsweise weltoffenen Leipzig mit Festivalpublikum, wurde super viel gelacht. Bezeichnend und absolut entlarvend ist dann, in welchen Momenten gelacht wurde. Denn ich frage mich, was so lustig daran sein soll, wenn ein Vater über Wohnort und Beziehungsstatus seiner volljährigen Tochter entscheiden will und das auch noch unverhohlen in die Kamera sagt. Es zeigt, wie tief eine abschätzige Haltung gegenüber aus anderen Kulturkreisen stammenden Menschen in uns sitzt. 

Es ist ein „Hahaha, schau mal, die gehen ja noch wie im Mittelalter miteinander um“, während das Patriarchat hier genauso die Gesellschaft bestimmt – nur eben in anderen Ausprägungen.

Bildet Banden!

Twice into Oblivion (2024)

von Pierre Michel Jean

https://vimeo.com/1012450457

Es ist nicht leicht von Täter*innen abzustammen und es ist nicht leicht, von Opfern abzustammen – in etwa so bringt einer der Protagonisten dieses Films das ganze Spannungsfeld sehr treffend auf den Punkt. Denn wie umgehen mit diesem Trauma, dieser unbeschreiblichen Ungerechtigkeit, wenn den Täter:innen nicht mehr beigekommen werden kann? Wenn sie genau wie Überlebende sterben, bis niemand mehr von den Taten berichten kann und sich auch mangels offizieller Anerkennung schließlich alles im Sande verläuft?

Wie kann dieses Leid gelöst werden? Ob das die Kunst, wie der Film mit seinen Protagonist*innen teilweise zu ergründen versucht, vermag, weiß ich nicht. Und ich glaube, der Film weiß das auch nicht. Was er hingegen genau weiß: was Gerechtigkeit bedeutet.

Drei Dokumentarfilme, an die ich hier immer wieder denken musste: Katharina Thoms‘ WIDERSTAND IST PFLICHT sowie THE ACT OF KILLING und THE SOUND OF SILENCE von Joshua Oppenheimer.

Le cinquième plan de La Jetée (2024)

von Dominique Cabrera

La Jetée, the Fifth Shot · DOK Leipzig Cabreras Cousin entdeckt sich selbst in Chris Markers „La Jetée“: ein Foto von ihm und seinen Eltern auf der Aussichtsplattform des Flughafens Orly. 1962 waren sie dort aus Algerien angekommen. www.dok-leipzig.de

Eine Reihe von Zufällen, die fast schon zu gut sind, um wahr zu sein – zusammengebunden in einer Art heiterer cinephiler Schnitzeljagd. Dass dieses Thema ausgerechnet Dominique Cabrera in den Schoß fällt, ist einer dieser genialen Zufälle.

Letztlich dreht sich diese Spurensuche um die Macht der Bilder, nicht nur Geschichten zu erzählen, sondern auch Geschichten in der Zeit einzufrieren, sie Generationen überdauern und dann wieder auftauen zu lassen. Doch dann können diese Geschichten durch die Finger rinnen und laufen Gefahr, auf ewig zu versickern.

Was diesen Film so faszinierend macht, sind die familiären Verflechtungen Dominique Cabreras mit Chris Marker und die konsequent persönliche Perspektive. Man könnte dem Film eine gewisse Eitelkeit und Hang zur Nabelschau vorwerfen. Das wäre jedoch fehlgeleitet, denn letztlich ist es genau das, was der Film braucht und was ihn so sympathisch macht.

Miralles (2024)

von Maria Mauti

https://www.youtube.com/watch?v=w9qdsyD-vek

Ich mag Filme, die von mir bisher sehr stiefmütterlich behandelte Arten künstlerischen Ausdrucks für mich aufschließen. Hier ist es eben die Architektur, die ich zuvor als sehr elitäres, nur sehr wenig demokratisiertes Medium gesehen habe. Daran hat auch dieser Film nicht viel geändert. Aber er hat mir eine neue Perspektive eröffnet, die über meine sehr durch ästhetische Kriterien geprägte Betrachtungsweise von Architektur hinaus geht.

Jetzt ist mir klar geworden, dass die eigentliche Kunst nicht zwingend das Objekt ist, sondern wie die Menschen in dessen Umgebung dazu in Beziehung gesetzt werden, wie sie sich durch das Bauwerk bewegen. Das sind auch die Momente, die Architekt*innen nur erahnen, aber nie mit Sicherheit vorhersagen können. Das resoniert total mit meiner Haltung zu Kunst: Ist das Werk einmal in der Welt, gehört es nicht mehr den Künstler*innen, sondern dem Publikum. Die Deutungshoheit haben nur die Rezipient*innen.

Vielleicht hat mich hier deshalb auch das Voiceover so gestört. Denn dessen Text hat den Denkraum doch arg eingeschränkt und den ganzen Film auf Schienen ohne Weichen gesetzt.

Tracing Light (2024)

von Thomas Riedelsheimer

Tracing Light · DOK Leipzig Ohne Licht gäbe es kein Kino – und kein Leben. In seiner Suche nach dem Ursprung der Bilder taucht der Film in zwei Welten ein, die den Zauber des Lichtes ergründen: Die Physik und die Kunst. www.dok-leipzig.de

Zweifelsohne sind das wunderschöne Bilder und viele tolle, kleine Beobachtungen, die hier eingefangen wurden. Und es ist auch spannend zu sehen, wie nah Kunst und Wissenschaft als vermeintlich gegensätzliche Arten, die Welt wahrzunehmen, doch eigentlich sind. Denn je mehr beide Felder miteinander verschränkt werden, desto klarer wird: Es scheint einen Punkt zu geben, ab dem Wissenschaft zur Kunst und Kunst zur Wissenschaft wird. Beide eint wiederum das Streben danach, eine Beschreibung für das Unbeschreibbare finden zu wollen.

Meiner Meinung nach gelingt dem Film jedoch keine wirklich produktive Tiefe. Viele Erkenntnisse zu entweder zu banal und derart komplex, dass der Film aufhört zu versuchen, das zu erklären.

Vielleicht waren es auch zu viele Worte, die den Film haben stolpern lassen. Weil das genau die Momente unterbricht, in denen die Kamera in schwelgerischen Motiven badet und so Raum zum Fühlen und Erfahren dessen ist, wofür es noch keine richtigen Worte zu geben scheint.

Nicht umsonst haben mich viele Bilder an den Monolithen aus 2001: A SPACE ODYSSEY oder Éric Rohmers LE RAYON VERT mit dem letzten grünen Leuchten der Sonne, bevor sie hinter dem Horizont verschwindet, denken lassen. Aber diese fast schon metaphysische Ebene erreicht TRACING LIGHT nicht. Vermutlich will er das auch noch. Aber wahrscheinlich ist genau das sein Fehler.

Flowers of Ukraine (2024)

von Adelina Borets

https://www.youtube.com/watch?v=QR-798yxa4E

Diese sich auch in den Bildern abzeichnenden Kontraste zwischen dieser etwas schrottigen Oase auf der einen und der sozialistisch-realistischen Architektur auf der anderen Seite entfalten eine besonders ab dem Moment eine eindrückliche Wirkung, ab dem Russland Angriffe auf Kyjiw flog. Denn es ist ironischerweise Putins Angriff, der hier anscheinend wieder etwas mehr Einigkeit schafft.

Der Film ist aber auch Charakterstudie eines Menschen, einer Frau, die die Sowjetunion, deren Fall und die nachfolgende Zeit im ehemaligen sowjetischen Satellitenstaat Ukraine erlebt hat. Einer Frau, die sinnbildlich für Generationen steht, die Staat und Autoritäten über weite Strecken ihres Lebens nie trauen konnten. Das hat etwas nachhaltig zerstört – oder eben gar nicht erst gedeihen lassen.

So ist die Protagonistin – nicht im umgangssprachlich abwertenden, sondern im wertfreien Wortsinne – asozial. Sie glaubt, als einzige alles besser zu wissen – nicht, weil sie überheblich ist, sondern weil sie es Jahrzehntelang für sich besser wissen musste, um ihr Leben zu bestreiten.

Nur ist diese Erkenntnis nicht sonderlich neu und ich bin mir nicht sicher, was mir dieser Film sonst noch anbietet. Ich bin mir nicht mal sicher, wie authentisch die Szenerie wirklich ist. Denn die Kamera ist so nah dran, dass sich die Protagonistin mehrmals offensichtlich selbst überinszeniert. Selbstinszenierung lässt sich mit einer Kamera in der Nähe natürlich nie gänzlich überwinden. Aber hier hätte etwas mehr Distanz gutgetan, glaube ich.

Sonnenstadt (2024)

von Kristina Shtubert

Sonnenstadt · DOK Leipzig In der Einöde Sibiriens hat sich eine Glaubensgemeinschaft ihre Musterstadt erschaffen. Eine Langzeitstudie und postsowjetische Erzählung, während die Militarisierung des Landes näher rückt. www.dok-leipzig.de

Es ist schon interessant und zu einem gewissen Grad auch faszinierend, nicht nur von außen auf eine solche kultartige Gemeinschaft blicken, sondern mittendrin sein und die vielen Geschichten so vieler auf unterschiedliche Art und Weise gebrochener Leben und/oder Biografien erfahren zu können. Nur zu neuen Erkenntnissen hat das bei mir irgendwie nicht geführt. Zu ähnlich sind sich dann doch die Strukturen dieses Kults und denen eines jeden anderen.

Was nur am Rande Erwähnung findet, ist die Tatsache, dass es nach der Implosion der Sowjetunion offenbar eine regelrechte Welle an Jesus imitierenden Gurus gab, die sich in Siedlungen fernab der Zivilisation zur gottgleichen Gestalt erhoben. Aber dieses Phänomen lässt sich nicht entlang der intimen Langzeitbeobachtung einer Gemeinschaft erzählen. Und die Gemeinschaft, diese Menschen lassen sich mit dieser Nähe nicht erzählen, wenn erst ein abstraktes und damit distanziertes Religionssoziologie-Seminar abgehalten werden muss, um diese kultartigen Strukturen aufzudröseln.

Es ist also brutal schwer, hier eine Balance zu finden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das SONNENSTADT gelingt. Dass es trotzdem ein bemerkenswert empathischer Dokumentarfilm geworden ist, der seine Protagonist*innen nicht einmal verurteilt, steht jedoch zu keiner Sekunde zur Debatte.

Simply Divine (2024)

von Mélody Boulissière und Bogdan Stamatin

https://www.youtube.com/watch?v=mwTZeBly9cY

Schöne Idee, dieser wiederaufgetauchten Fotos mit diesen träumerisch animierten und elegant gemalten Animationen in einen neuen, persönlichen Kontext zu setzen. Gleichzeitig wird die erzählerische Kraft von Fotografien dekonstruiert und eine neue Szenerie erdacht, die sich kurz vor oder nach dem Auslöser hätte zutragen können. Oder eben auch nicht. Es ist das verflüchtigende Moment der Bilder, das hier gleichzeitig so viel Trauer und so viel Hoffnung schürt.

Truth or Dare (2024)

von Maja Classen

https://www.youtube.com/watch?v=7nDY0OEl_w0

Hat mich erstaunlicherweise nur halb abgeholt. Mir hat hier irgendwie eine klare Handschrift und/oder eine noch größere Ambition gefehlt. Denn von Stil über Ästhetik bis hin zu einzelnen Protagonist*innen war das unglaublich nah an dem, was etwa Paulita Pappel seit unzähligen Jahren macht. Von daher war ich ein bisschen enttäuscht, weil mir TRUTH OR DARE keine wirklich neuen Impulse gegeben hat. Aber das kann und will ich dem Film nicht ankreiden. Denn was und wie hier Intimität und Sexualität verhandelt wird, ist keineswegs schlecht, sondern richtig und wichtig. Ich glaube, ich bin einfach nicht das richtige Publikum gewesen.

Lichter der Straße (2024)

von Anna Friedrich

https://www.youtube.com/watch?v=55sKh_Z-W2s

Schön, dass Anna Friedrich so nah an ihre Protagonist*innen ran kommte. Nur ist diese Nähe praktisch ausschließlich räumlicher Natur. Wir erfahren nichts zur Motivation dieser Menschen, haben keine Ahnung, was sie antreibt und wo sie hinwollen. Dieser Dokumentarfilm ist leider der Inbegriff von Oberfläche und zu schüchtern, den Finger auch mal in Wunden zu legen. Denn sind manche dieser Lebensentwürfe nicht nur durch das Profitieren von einem System, aus dem eigentlich ausgestiegen werden soll, möglich? Etwas mehr journalistische Konfrontation hätte dem Film gut getan. Aber so zerfasert alles und lässt sich am Ende nicht mehr elegant zusammenbinden.

andrepitz.de/2024/11/06/festiv

Cya, mates! Hegering, Frohms und Popp verabschieden sich aus der Nationalelf

von Annika Becker

Deutschland verliert das zweite Testspiel unter dem neuen Bundestrainer Christian Wück mit 1:2 gegen Australien. Im Fokus stehen die Abschiede von Marina Hegering, Merle Frohms und Alexandra Popp.

Das 540. Länderspiel für die DFB-Frauen in Duisburg vor 26.623 Zuschauer*innen gegen Australien ist gleichzeitig das 145. und letzte Länderspiel für Alexandra Popp. Mara hat hier ein Portrait […]

#AlexandraPopp #Australien #Deutschland #DFB #FußballDerFrauen #MarinaHegering #MerleFrohms #SpielerInnen #Testspiel

https://bolztribuene.de/2024/10/28/cya-mates-hegering-frohms-und-popp-verabschieden-sich-aus-der-nationalelf/

„Es bedurfte Veränderungen“ | Nationalspielerin Feli Rauch im Interview

Nina spricht mit Feli Rauch, Spielerin für North Carolina Courage und den DFB über ihren Wechsel von Wolfsburg in die USA, die NWSL und die Entwicklungen im Nationalteam.

Hoher Besuch im Podcast: Olympia-Bronze ist am Mikro! Feli Rauch, Anfang des Jahres von Wolfsburg in die USA gewechselt, ist zu Gast und erzählt von ihrem Leben in North Carolina. Dort erlebt sie ein extrem hohes Level […]